Nach einer Renovierung fällt manchmal auf, dass Fensterscheiben plötzlich häufiger beschlagen. Kleine Wassertröpfchen erscheinen auf der Innenseite des Glases und sammeln sich langsam am unteren Rand der Scheibe. Dieser Effekt kann besonders in den Tagen nach dem Streichen oder Tapezieren sichtbar werden.
Während der Renovierungsarbeiten verändert sich das Raumklima häufig deutlich. Materialien wie Farbe, Putz oder Tapetenkleber geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab.
Diese zusätzliche Feuchtigkeit kann sich vorübergehend im Raum sammeln.
Problem und Kontext
Beim Renovieren gelangen verschiedene Materialien in den Raum, die Feuchtigkeit enthalten. Während sie trocknen, wird ein Teil dieser Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben.
Dieser Prozess kann mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. In dieser Zeit steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum häufig an.
Fensterscheiben gehören zu den kältesten Oberflächen im Raum. Besonders bei niedrigen Außentemperaturen kühlt das Glas deutlich ab.
Wenn feuchte Luft auf diese kühle Oberfläche trifft, kann sich Kondenswasser auf der Scheibe bilden.
Typische Alltagssituationen
Beschlagene Fenster treten häufig kurz nach dem Streichen von Wänden auf. Die Farbe enthält Feuchtigkeit, die während des Trocknens langsam an die Raumluft abgegeben wird.
Auch frisch tapezierte Wände können Feuchtigkeit freisetzen. Der verwendete Kleber benötigt Zeit, um vollständig zu trocknen.
Wenn mehrere Flächen im Raum gleichzeitig renoviert wurden, kann sich die Feuchtigkeit im Raum besonders stark erhöhen.
In solchen Situationen wird Kondenswasser am Fenster schneller sichtbar.
Warum das im Alltag stört
Beschlagene Fenster nach einer Renovierung können überraschend wirken. Vor den Arbeiten waren die Scheiben oft klar, danach erscheinen plötzlich kleine Wassertröpfchen.
Die Scheibe wirkt trüb, und Wasser sammelt sich manchmal am unteren Rand des Fensters. Dadurch kann auch die Fensterbank feucht werden.
Viele vermuten dann ein Problem mit dem Fenster selbst. In Wirklichkeit hängt der Effekt meist mit der erhöhten Luftfeuchtigkeit im Raum zusammen.
Sobald die Materialien vollständig getrocknet sind, verändert sich das Raumklima wieder.
Was im Alltag wirklich hilft
Wenn Fenster nach einer Renovierung regelmäßig beschlagen, kann es hilfreich sein, die Luftfeuchtigkeit im Raum genauer zu beobachten. Dadurch wird sichtbar, wie stark sich das Raumklima während der Trocknungsphase verändert.
Ein elektrischer Luftentfeuchter für Wohnräume kann überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft entfernen. Das Gerät zieht Luft an, kondensiert den enthaltenen Wasserdampf im Inneren und gibt anschließend trockenere Luft wieder in den Raum zurück.
Das entnommene Wasser sammelt sich in einem Behälter im Gerät und kann später entleert werden.
Während das Gerät arbeitet, sinkt die Luftfeuchtigkeit im Raum schrittweise. Dadurch bildet sich weniger Kondenswasser an Fensterscheiben.
Worauf man achten sollte
Ein Luftentfeuchter sollte möglichst frei im Raum stehen, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann. Möbel oder Vorhänge sollten den Luftstrom nicht blockieren.
Auch die Größe des Geräts sollte zur Raumfläche passen. Geräte sind meist für bestimmte Raumgrößen ausgelegt.
Der Wasserbehälter muss regelmäßig entleert werden, damit das Gerät weiter arbeiten kann.
Zusätzlich bleibt regelmäßiges Lüften sinnvoll, damit feuchte Luft aus dem Raum entweichen kann.
Fazit
Nach Renovierungsarbeiten kann die Luftfeuchtigkeit im Raum vorübergehend ansteigen. Wenn feuchte Luft auf die kühlere Fensterscheibe trifft, entsteht Kondenswasser.
Sobald die Materialien vollständig getrocknet sind und die Luftfeuchtigkeit sinkt, tritt dieser Effekt seltener auf. Dadurch bleiben Fensterscheiben wieder klarer.
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