In vielen Wohnungen stehen Zimmerpflanzen direkt auf der Fensterbank oder in der Nähe eines Fensters. Sie bringen Grün in den Raum und gehören für viele Menschen zur normalen Einrichtung.
Manchmal fällt jedoch auf, dass Fensterscheiben häufiger beschlagen, wenn viele Pflanzen im Raum stehen. Kleine Wassertröpfchen bilden sich auf der Innenseite des Glases und sammeln sich am unteren Rand der Scheibe.
Dieser Zusammenhang wirkt zunächst überraschend, hat jedoch mit der Feuchtigkeit zu tun, die Pflanzen an die Raumluft abgeben.
Problem und Kontext
Pflanzen benötigen Wasser, um zu wachsen. Ein Teil dieses Wassers verdunstet im Laufe des Tages über die Blätter in die Umgebungsluft.
Dieser Prozess wird im Alltag kaum wahrgenommen. Dennoch kann sich dadurch die Luftfeuchtigkeit im Raum langsam erhöhen.
Wenn mehrere Pflanzen im selben Raum stehen, summiert sich diese zusätzliche Feuchtigkeit. Besonders in kleineren Räumen kann sich dadurch die Luftfeuchtigkeit deutlich verändern.
Fensterscheiben reagieren auf solche Veränderungen besonders schnell, weil sie meist kühler sind als die übrige Raumluft.
Typische Alltagssituationen
Viele Menschen stellen Pflanzen direkt auf die Fensterbank. Dort erhalten sie ausreichend Licht und können gut wachsen.
Gleichzeitig befinden sich diese Pflanzen sehr nah an der Fensterscheibe. Die Feuchtigkeit, die über die Blätter abgegeben wird, sammelt sich in der Luft rund um das Fenster.
Auch frisch gegossene Pflanzen können kurzfristig mehr Feuchtigkeit in die Raumluft abgeben. Das Wasser aus der Erde verdunstet langsam in den Raum.
Wenn mehrere Pflanzen gleichzeitig gegossen werden, kann die Luftfeuchtigkeit im Raum kurzfristig deutlich ansteigen.
Warum das im Alltag stört
Beschlagene Fenster fallen besonders auf, wenn sie regelmäßig auftreten. Die Scheibe wirkt trüb und kleine Wassertröpfchen erscheinen auf der Glasfläche.
In Räumen mit vielen Pflanzen entsteht dieser Effekt manchmal häufiger als erwartet. Besonders im Winter wird er sichtbarer.
Die Fensterscheibe ist dann deutlich kälter als die Luft im Raum. Trifft feuchte Luft auf diese Oberfläche, kann sich Kondenswasser bilden.
Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Fenster selbst ein Problem hat.
Was im Alltag wirklich hilft
Wenn viele Pflanzen im Raum stehen, kann es sinnvoll sein, die Luftfeuchtigkeit im Raum genauer zu beobachten. So lässt sich erkennen, ob sich durch Pflanzen tatsächlich mehr Feuchtigkeit in der Luft sammelt.
Ein Hygrometer zur Messung der Raumluftfeuchtigkeit zeigt an, wie hoch der Feuchtigkeitswert im Raum ist. Die Anzeige erfolgt meist in Prozent.
Wenn nach dem Gießen oder bei vielen Pflanzen im Raum ein Anstieg sichtbar wird, lässt sich der Zusammenhang leichter erkennen.
Durch die regelmäßige Beobachtung über mehrere Tage kann nachvollzogen werden, wie sich Pflanzen auf die Luftfeuchtigkeit im Raum auswirken.
Worauf man achten sollte
Das Hygrometer sollte nicht direkt neben Pflanzen oder am Fenster stehen. Dort können lokale Feuchtigkeitsunterschiede die Messung beeinflussen.
Eine Position im Raum mit gleichmäßiger Luftzirkulation liefert meist stabilere Werte.
Auch kurzfristige Veränderungen sind normal. Nach dem Gießen von Pflanzen kann die Luftfeuchtigkeit für einige Zeit ansteigen.
Wichtig ist daher vor allem die Beobachtung über längere Zeiträume hinweg.
Fazit
Zimmerpflanzen geben kontinuierlich Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Wenn viele Pflanzen im Raum stehen, kann sich dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
Durch die Beobachtung der Luftfeuchtigkeit lässt sich besser erkennen, wie stark dieser Effekt im eigenen Raum ist. So wird verständlicher, warum Fenster in solchen Situationen beschlagen können.